Von der Dachprüfung über die Bewilligung bis zur Inbetriebnahme: So planen Sie Ihre PV-Anlage richtig und vermeiden teure Fehler.
Anlage planen →In 7 Schritten von der Idee zur fertig installierten PV-Anlage auf Ihrem Dach.
Die Planung einer Solaranlage ist einfacher als viele denken. In der Schweiz sind die Abläufe gut eingespielt, und von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme vergehen typischerweise nur 2 bis 4 Monate. Mit der richtigen Vorbereitung vermeiden Sie unnötige Kosten und stellen sicher, dass Ihre Anlage optimal dimensioniert ist. Dieser Leitfaden führt Sie durch alle Planungsschritte.
Nicht jedes Dach ist gleich gut für eine Solaranlage geeignet, aber die allermeisten Dächer in der Schweiz eignen sich grundsätzlich für Photovoltaik. Folgende Faktoren beeinflussen den Ertrag:
Nutzen Sie das Solarkataster von sonnendach.ch, um eine erste Einschätzung des Potenzials Ihres Daches zu erhalten. Diese kostenlose Plattform des Bundes zeigt für jede Adresse in der Schweiz die Eignung für Solarenergie.
Die richtige Dimensionierung ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Analysieren Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch anhand der letzten Stromrechnungen. Ein typisches Einfamilienhaus verbraucht 4'000 bis 6'000 kWh pro Jahr. Planen Sie zukünftige Verbraucher wie Wärmepumpe oder Elektroauto mit ein.
Als Faustregel gilt: Die Anlage sollte den Jahresverbrauch mindestens decken können. Etwas grösser zu planen ist sinnvoll, da die Zusatzkosten pro kWp bei grösseren Anlagen sinken und der überschüssige Strom eingespeist werden kann. Mehr zu den Kosten pro kWp finden Sie in unserem Kostenguide.
Holen Sie mindestens drei Offerten von verschiedenen Installateuren ein. Ein gutes Angebot enthält detaillierte Angaben zu den verwendeten Modulen, dem Wechselrichter, der Unterkonstruktion, den Installationskosten, den Garantieleistungen und einer Ertragsprognose.
In den meisten Schweizer Kantonen ist für Dachanlagen, die genügend angepasst sind, nur eine Baumeldung bei der Gemeinde erforderlich. Diese ist in der Regel innerhalb von 30 Tagen erledigt. Eine vollständige Baubewilligung ist nur bei denkmalgeschützten Gebäuden, in Ortsbildschutzzonen oder bei Fassadenanlagen nötig.
Ihr Installateur übernimmt in der Regel die gesamte Bewilligungsabwicklung. Prüfen Sie auch die kantonalen und kommunalen Förderungen, da diese oft vor Baubeginn beantragt werden müssen.
Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes wird über Pronovo abgewickelt und nach der Installation beantragt. Viele Kantone und Gemeinden bieten zusätzliche Förderbeiträge, die teilweise vor Baubeginn beantragt werden müssen. Die Investitionskosten können zudem vollständig als werterhaltende Massnahme von der Einkommenssteuer abgezogen werden.
Die Installation einer Solaranlage auf einem Einfamilienhaus dauert typischerweise 2 bis 3 Tage. Am ersten Tag werden die Unterkonstruktion und die Module montiert, am zweiten Tag erfolgen die Elektroinstallation und der Anschluss an den Wechselrichter. Der Netzanschluss und die Inbetriebnahme runden die Installation ab.
Während der Installation müssen Sie als Hausbesitzer keine besonderen Vorkehrungen treffen. Der Installateur kümmert sich um alle technischen Details, die Gerüststellung und die Sicherheit.
Nach der Installation wird die Anlage offiziell beim Netzbetreiber angemeldet. Der Installateur führt einen Funktionstest durch und übergibt Ihnen die Dokumentation. Die meisten modernen Wechselrichter bieten ein App-basiertes Monitoring, mit dem Sie die Produktion und den Eigenverbrauch in Echtzeit überwachen können.
Planen Sie nach der Installation auch einen Batteriespeicher ein, falls Sie Ihren Eigenverbrauch weiter optimieren möchten. Dieser kann auch nachträglich installiert werden, wenn ein Hybridwechselrichter verbaut wurde.
Von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme vergehen typischerweise 2 bis 4 Monate. Die reine Installation dauert nur 2 bis 3 Tage.
In den meisten Kantonen genügt eine Baumeldung. Vollständige Baubewilligungen sind nur bei denkmalgeschützten Gebäuden oder in Schutzzonen erforderlich.
Holen Sie mindestens drei Offerten ein. Achten Sie auf Zertifizierungen, Erfahrung in Ihrer Region und Referenzprojekte. Vergleichen Sie Preis, Qualität und Garantieleistungen.
Südausrichtung mit 25 bis 35 Grad Neigung ist optimal. Ost-West-Ausrichtungen liefern 85-90% des Maximalertrags und bieten eine gleichmässigere Tagesproduktion.
Stimmen Sie die Anlagengrösse auf Ihren Stromverbrauch ab und berücksichtigen Sie zukünftige Verbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto. Etwas grösser planen lohnt sich meist.
Starten Sie jetzt mit der Planung Ihrer Solaranlage und erhalten Sie eine unverbindliche Einschätzung von Ertrag und Kosten.
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