Umfassende Informationen zu Montagesystemen, Dachtypen, dem Installationsablauf und den Vorschriften für Solaranlagen in der Schweiz.
Die Montage einer Solaranlage ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur eigenen Stromproduktion. In der Schweiz gibt es verschiedene Montagesysteme, die je nach Dachtyp, Neigung und persönlichen Präferenzen eingesetzt werden. Die Qualität der Montage beeinflusst nicht nur den Ertrag, sondern auch die Lebensdauer und Sicherheit der Anlage.
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die verschiedenen Montagearten, den Ablauf einer Installation und die geltenden Vorschriften in der Schweiz. So können Sie fundierte Entscheidungen treffen und wissen genau, was Sie erwartet.
Bei der Aufdach-Montage werden die Solarmodule auf einer Unterkonstruktion über der bestehenden Dacheindeckung montiert. Dieses System ist in der Schweiz am weitesten verbreitet, da es vergleichsweise kostengünstig und flexibel einsetzbar ist.
Bei der Indach-Montage ersetzen die Solarmodule die herkömmliche Dacheindeckung und werden direkt in die Dachfläche integriert. Dieses System ist optisch ansprechender und wird häufig bei Neubauten oder Dachsanierungen eingesetzt.
Auf Flachdächern werden die Solarmodule auf speziellen Aufständerungssystemen montiert, die den optimalen Neigungswinkel herstellen. In der Schweiz ist dies besonders bei Gewerbegebäuden und Mehrfamilienhäusern verbreitet.
Am häufigsten in der Schweiz. Kostengünstig und flexibel.
Ästhetisch integriert. Ideal bei Neubauten und Sanierungen.
Aufgeständert mit optimalem Winkel. Für Gewerbe und MFH.
Die Installation einer Solaranlage in der Schweiz folgt einem standardisierten Ablauf, der in der Regel 1-3 Tage für ein Einfamilienhaus dauert.
Nicht jedes Dach ist gleich gut für eine Solaranlage geeignet. Die wichtigsten Faktoren sind Ausrichtung, Neigung, Verschattung und der bauliche Zustand.
Schrägdächer mit einer Neigung zwischen 20° und 45° sind ideal für Solaranlagen. Eine Südausrichtung bringt den höchsten Ertrag, aber auch Ost-West-Ausrichtungen sind wirtschaftlich sinnvoll, da sie eine gleichmässigere Produktion über den Tag ermöglichen.
Flachdächer bieten den Vorteil, dass die Module optimal ausgerichtet und geneigt werden können. In der Schweiz wird häufig eine Ost-West-Aufständerung gewählt, da diese eine gleichmässigere Produktion und eine bessere Flächenausnutzung ermöglicht.
Auch Fassaden-Solaranlagen gewinnen in der Schweiz an Bedeutung. Sie liefern zwar weniger Ertrag als Dachanlagen, produzieren aber im Winter verhältnismässig mehr Strom, da die tiefstehende Sonne direkt auf die vertikale Fläche trifft.
Die Schweiz hat die Bewilligungsverfahren für Solaranlagen in den letzten Jahren deutlich vereinfacht. Seit 2014 gilt in vielen Kantonen die Meldepflicht statt der Baubewilligungspflicht für Solaranlagen.
Die Montagekosten machen typischerweise 15-25% der Gesamtkosten einer Solaranlage aus. In der Schweiz können Sie mit folgenden Richtwerten rechnen:
Die Gesamtkosten einer Solaranlage inklusive Montage liegen in der Schweiz je nach Grösse und System zwischen CHF 12'000 und CHF 35'000 für ein Einfamilienhaus – vor Abzug der Förderungen.
Eine professionelle Montage ist entscheidend für den langfristigen Ertrag und die Sicherheit Ihrer Solaranlage. Achten Sie bei der Wahl des Installateurs auf folgende Punkte:
Die Wartung einer Solaranlage ist minimal: Eine jährliche Sichtkontrolle und bei Bedarf eine Reinigung der Module reichen in der Regel aus. Die meisten modernen Anlagen verfügen über ein Online-Monitoring, das Leistungsabweichungen sofort anzeigt.
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